Rallye-ÖM: Start-Ziel-Sieg für Simon Wagner im Lavanttal
Simon-Wagner-Hyundai-i20N-Rally2-Sieger-ORM-©-Harald-Illmer.jpgDie Lavanttal-Rallye 2025 in Wolfsberg ging mit einem Start-Ziel-Sieg von Simon Wagner / Hanna Ostlender im Hyundai i20N zu Ende.
Was der Oberösterreicher im Hyundai i20N in der ersten Sonderprüfung Arlingberg begann, vollendete er heute auf dem 13. Wertungsabschnitt Prebl – GH Perner.
Bei schönstem Frühsommerwetter und dementsprechend vielen enthemmten Fans feierte Wagner nach 2022 und 2024 seinen dritten Sieg im Lavanttal. Ihm am nächsten kam Jännerrallye-Sieger Michael Lengauer im Skoda Fabia.
Der Oberösterreicher zeigte ebenfalls eine starke Vorstellung, absolvierte mache Streckenabschnitte um bis zu 15 Sekunden schneller als noch im Vorjahr bei seiner Lavanttal-Premiere.
An Wagner aber kam er nicht ganz heran. Und wenn es den Anschein machte, dass jetzt etwas ginge, weil Lengauer einmal eine SP vor dem späteren Sieger beenden konnte, schlug Wagner eine Prüfung später schon wieder zurück.
Ein höchst unterhaltsames Duell um Platz drei tobte lange zwischen Österreichs Vizestaatsmeister Luca Waldherr (Citroen C3) und dem deutschen Rallye-Meister Philip Geipel (Toyota Yaris). Dieses fand heute aber ein jähes Ende.
Philip Geipel touchierte am Rundkurs Eitweg ein Brückengeländer, konnte zwar ins Ziel fahren, musste aber dann aufgeben, weil sich die verformte Beifahrertür des Toyota weder von innen noch von außen öffnen ließ und ein weiterer Wettbewerb mit diesem Manko nicht erlaubt ist.
Ab diesem Zeitpunkt waren die ersten drei Plätze durch Wagner, Lengauer und Waldherr praktisch einzementiert und das Trio brachte das Resultat mit einer vernünftigen Mischung aus kalkuliertem Risiko und vorhandener Intelligenz ins Ziel.
Für Michael Lengauers Copiloten, den Kärntner Jürgen Rausch, war der zweite Rang übrigens etwas ganz Besonderes. Bei seinem 20. Start im Lavanttal war es die erste Podestplatzierung für den Wolfsberger.
Freuen konnte sich nach einem unzufriedenen ersten Tag auch Raimund Baumschlager. Der Rekordstaatsmeister und neunfache Lavanttal-Sieger verbesserte sich mit einem starken zweiten Tag noch auf den vierten Platz in der Gesamtwertung.
Simon Wagner (Hyundai i20N): „Das war keine einfache Rallye. Aber ich hatte ein gutes Gefühl fürs Auto. Lengi ist sehr stark gefahren, hat immer angedrückt. Auch Luca hat phasenweise gezeigt, wie
ORM 2:
Ein ausländisches Podest zeigt sich in der TEC7 ORM 2. Der zweifache Saisonsieger Hermann Gassner jr. aus Deutschland schnürte im Lavanttal seinen Triple-Pack. Der Renault-Clio-Pilot gewann vor seinem dänischen Markenkollegen Jakob Leutenberger Madsen. Platz drei ging an Sieger-Papa Hermann Gassner sen. im Mitsubishi Lancer Evo X.
ORM 3:
Eine ganz starke Vorstellung zeigte in der TEC7 ORM 3 der Steirer Roland Stengg (Opel Corsa). Er gewann von den 13 Sonderprüfungen acht und durfte über einen überlegenen Sieg jubeln. Hinter dem ehemaligen 2WD-Staatsmeister platzierte sich das oberösterreichische Brüderpaar Raphael Dirnberger (Opel Corsa) und Lukas Dirnberger (Peugeot 208).
Der zweifache Saisonsieger Marcel Neulinger landete mit seinem Opel Corsa, lange Zeit auf Platz zwei liegend, ausgerechnet an seinem heutigen 20. Geburtstag nach einem Überschlag auf dem Dach.
ORM Junior
Den Sieg in der Junioren-Staatsmeisterschaft holte, nach Marcel Neulingers Malheur, Lukas Dirnberger vor dem Wolfsberger Thomas Traußnig (Peugeot 208) und dem Norweger Martin Stenberg.
HRM
Der fünffache Historic-Europameister Karl Wagner aus Wien gewann im Porsche 911 die TEC7 HRM-Wertung. Hinter ihm komplettierten der Oberösterreicher Günther Königseder (Lancia Delta) und der Kärntner Thomas Klösch (Opel Kadett) das Lavanttaler Siegespodest.
ORM Trophy
Die Trophy-Wertung für Fahrer über 50 Jahre holte sich Raimund Baumschlager vor Max Zellhofer im Ford Fiesta und Hermann Gassner sen.
Austrian Rallye Challenge
Auch die ARC-Wertung ging an Raimund Baumschlager vor Hermann Gassner sen. und Lukas Dirnberger.
Mitropa Rally Cup
Den Sieg im Mitropa Rally Cup sicherte sich der Slowake Robert Kolcak vor dem deutschen Duo Hermann Gassner jr. und Hermann Gassner sen.
Lavanttal Rallye 2025, Endstand nach 13 Sonderprüfungen
1. Simon Wagner / Hanna Ostlender A/A Hyundai i20N Rally2 1:32:23,0 Std
2. Michael Lengauer / Jürgen Rausch A/A Skoda Fabia RS Rally2 +20,7 Sek
3. Luca Waldherr / Claudia Maier A/A Citroen C3 Rally2 +2:13,9 Min
4. Raimund Baumschlager / Thomas Zeltner A/A Skoda Fabia RS Rally2 +4:56,4 Min
5. Robert Kolcak / Julius Lapdavsky SK/SK Skoda Fabia RS Rally2 +6:06,9 Min
6. Kenneth Madsen / Mads Dalsager DK/DK Citroen C3 Rally2 +6:18,4 Min
7. Hermann Gassner jr. / Ursula Mayrhofer D/A Renault Clio Rally3 +6:37,2 Min
8. Jakob L. Madsen / Line S. Nedergaard DK/DK Renault Clio Rally3 +8:07,7 Min
9. Max Zellhofer / Christoph Wögerer A/A Ford Fiesta Rally2 +9:50,4 Min
10. Hermann Gassner sen. / Karin Thannhäuser D/D Mitsubishi Lancer Evo X +8:14,0 Min
Stände in der Österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft:
ORM: 1. Simon Wagner 94 Punkte, 2. Michael Lengauer 76 Punkte, 3. Hermann Gaßner jr. 45, 4. Hermann Neubauer 42, 5. Raimund Baumschlager 38.
ORM 2: 1. Hermann Gassner jun. 100 Punkte, 2. Hermann Gassner sen. 60, 3. Christoph Zellhofer 49,
ORM 3: 1. Raphael Dirnberger 70 Punkte, 2. Marcel Neulinger 67, 3. Thomas Traußnig 44.
ORM Junior: 1. Nico Neulinger 69 Punkte, 2. Marcel Neulinger 68, 2. 3. Thomas Traussnig 54.