FIA WEC: Toyota siegte zum Saisonabschluss in Bahrain
Das letzte Rennen für den Porsche 963 in der FIA-WEC © Porsche AGRichard Lietz gewinnt zum zweiten Mal im Manthey Porsche 911 GT3 R die Fahrerwertung – Porsche zieht sich aus der WEC zurück
Toyota ging an diesem Wochenende bei 8 Hours of Bahrain an den Start und sah sich zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt mit einer sieglosen FIA-WEC Weltmeisterschaft konfrontiert.
Toyota ist zwar mit Abstand der erfolgreichste Hersteller in der FIA WEC, doch die Saison 2025 war für die Marke bisher schwierig. Vor dem Rennen auf dem Bahrain International Circuit hatte keines der beiden Teams in diesem Jahr einen Podiumsplatz erreicht.
Am Abend belegten sie die ersten beiden Plätze.
Nachdem sie sich 24 Stunden zuvor in der Qualifikation die erste Startreihe gesichert hatten, dominierten die beiden GR010 Hybrid Hypercars von TOYOTA GAZOO Racing das Geschehen in der Wüste während eines spannenden achtstündigen Rennens, das bei Tageslicht begann und nach Einbruch der Dunkelheit endete.
Das Hypercar mit der Startnummer 7, pilotiert von Kamui Kobayashi, Mike Conway und Nyck de Vries, führte den größten Teil des Rennens an und überquerte die Ziellinie schließlich knapp 20 Sekunden vor dem Schwesterauto mit der Startnummer 8, das von Sébastien Buemi, Brendon Hartley und Ryō Hirakawa gefahren wurde.
Der Neuseeländer Hartley – viermaliger Weltmeister in der höchsten Klasse der FIA WEC – übernahm dank einer gewagten Reifenstrategie früh die Führung.
Wenn TGR glücklich war, dann war Ferrari überglücklich, denn das springende Pferd sicherte sich am Ende einer Saison, in der der Ferrari 499P seinen Prototyp-Konkurrenten weitgehend überlegen war, sowohl die Hersteller- als auch die Fahrerwertung in der Hypercar-Klasse.
Ein vierter Platz – zwischen den Ferraris mit den Startnummern 50 und 83 – reichte der Crew mit der Startnummer 51, bestehend aus Antonio Giovinazzi, James Calado und Alessandro Pier Guidi, mehr als aus, um sich den Fahrertitel zu sichern.
Robert Kubica, Phil Hanson und Yifei Ye von AF Corse sicherten sich den zweiten Platz in der Gesamtwertung, während Antonio Fuoco, Nicklas Nielsen und Miguel Molina mit dem zweiten Werkswagen den dritten Platz belegten.
Manthey behält LMGT3-Krone
In der LMGT3-Klasse konnte das Kundenteam Manthey erneut seine Meisterklasse unter Beweis stellen. In dem von Manthey 1st Phorm genannten Porsche 911 GT3 R fuhren Werksfahrer Richard Lietz aus Österreich, der Italiener Riccardo Pera und Ryan Hardwick aus den USA ein fehlerfreies Rennen. Nach dem Start von Rang 18 arbeitete sich die Mannschaft konsequent bis auf die vierte Position nach vorn. Das Team aus der Eifel und seine Fahrer gewannen damit die FIA Endurance Trophy. Für Manthey war es der zweite Titelgewinn im zweiten Jahr der LMGT3-Kategorie. Im Juni dieses Jahres hatte die Mannschaft zudem in Le Mans den zweiten Klassensieg in Folge eingefahren.
Porsche zieht sich aus der FIA-WEC zurück
„Ich möchte dem gesamten Team für die drei Jahre in der WM herzlichen danken‟, kommentiert Urs Kuratle, Leiter Werksmotorsport LMDh. „Mein besonderer Dank geht auch an Penske, Multimatic und alle weiteren Partner, die uns auf diesem spannenden und ereignisreichen Weg immer unterstützt haben. Gratulation an Ferrari zum Gewinn des Titels und an Toyota zum Sieg im heutigen Rennen.‟
„Es war auf absehbare Zeit unser letzter Auftritt in der Langstrecken-WM. Leider blieb uns dabei das erhoffte Topresultat verwehrt‟, so Jonathan Diuguid, Leitender Direktor Porsche Penske Motorsport. „Insgesamt haben wir eine großartige und auch erfolgreiche Zeit erlebt.
Ergebnisse Rennen
Hypercar-Klasse:
1. Conway/Kobayashi/de Vries (GBR/JPN/NLD), Toyota #7, 237 Runden
2. Buemi/Hartley/Hirakawa (CHE/NZL/JPN), Toyota #8, + 19,378 Sekunden
3. Fuoco/Molina/Nielsen (ITA/ESP/DNK), Ferrari #50, + 26,342 Sekunden
LMGT3-Klasse:
1. Umbrarescu/Schmied/López (ROM/AUT/ARG), Lexus #87, 216 Runden
2. Berry/Hodenius/Martin (AUS/NLD/BEL), Mercedes-AMG #61, + 0,786 Sekunden
3. James/Robichon/Drudi (USA/CDN/ITA), Aston Martin #27, + 1,837 Sekunden
4. Hardwick/Lietz/Pera (USA/AUT/ITA), Porsche 911 GT3 R #92, + 14,205 Sekunden